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Programmierer ohne Abschluss

Programmierer ohne Abschluss

13.06.2019 Christine Schlütz

Noten, Zeugnisse, Abschlüsse.

Die Grundlage der Einschätzung von Fähigkeiten wird durch solche Hilfsmittel genormt. Wo die ersten Noten verteilt wurden, ist umstritten. In diesem Zusammenhang wird häufig von den Universitäten Yale und Cambridge gesprochen. Der Grund dafür, Noten zu verteilen ist recht simpel. Man möchte die Leistungen der einzelnen quantifizieren, um sie vergleichbar und messbar zu machen. Aktuell sind Noten und Zeugnisse immer noch wichtig auf dem Arbeitsmarkt.

Personaler können so eine große Zahl an Bewerbern filtern und mit einem kleineren Teil weitere Tests durchführen. Etwa Vorstellungsgespräche oder Arbeitsproben. Mit solchen Auswahlmöglichkeiten schafft man eine direktere Überprüfung, welcher Bewerber oder welche Bewerberin dem Jobprofil am nächsten steht.

Es wird häufig Kritik geübt, dass bei der ersten Auswahl Bewerbern abgesagt werden könnte, die den Job letztendlich besser umsetzen können. Wie auch, dass Noten sehr wenig repräsentativ für die Arbeitsleistung in verschiedenen Bereichen ist. Diese Kritik scheint auch angenommen, beziehungsweise verstanden zu werden. Der Trend zeigt, dass Abschlüsse und Zeugnisse eine untergeordnete Rolle spielen.

Unternehmen wie die Deutsche Post oder dm, setzen mehr auf individuelle Tests als auf Noten.

Eben in den Berufsfeldern, in denen die Schul-, Universitäts oder Ausbildungsnoten eine weniger wichtige Rolle spielen, werden die Bewerber nach anderen Verfahren überprüft und ausgewählt. Wenn Noten quantifizieren und Vergleiche möglich machen sollen, dann werden sie in den Bereichen unwichtiger, in denen die Arbeitsweise und -qualität einfacher zu bewerten sowie vergleichbar ist. Ein Schreiner beispielsweise kann recht einfach die Qualität der Teststücke seiner Bewerber bewerten.

“Fällt der Stuhl auseinander wenn ich mich drauf setze?” - Ja / Nein.

Ein banales Beispiel, aber wenn wir es mit der Einstellung eines Projektmanagers vergleichen, wird der Unterschied deutlich. Es ist unglaublich schwer die Qualität eines solchen Jobs zu bewerten. Insbesondere in kurzer Zeit.

Die Simulation einzelner Situationen kann einen Eindruck der Soft Skills oder Werkzeuge eines Bewerbers offenbaren, allerdings bilden diese nur begrenzt eine Grundlage der in realen Projekten wichtigen Maßnahmen. In einem solchen Fall sind Arbeitsproben schwer zu erheben, aber auch Bereiche wie Werbung, Innovationsmanagement oder Fahrlehrer zeigen ein ähnliches Problem auf.

Ein Berufsfeld in dem Noten sehr unbedeutend sind, ist die Programmierung.

Arbeitsproben sind in der Softwareentwicklung sehr einfach durchzuführen, als dass auch technische Interviews einen guten Einblick geben, ob eine Bewerber die Anforderungen erfüllt.

In vielen Fällen bietet ein Informatikstudium die Grundlage für die Ausbildung, doch nicht weil die Softwareentwicklung in einem solchen Abschluss stark thematisiert wird, sondern weil hier Grundlagen geschaffen werden, die in diesem Bereich weiterhelfen.

Die Expertise, um einen Job als Programmierer zu erhalten, muss man sich oft noch selbst aneignen und zusammensuchen. Etwa mit Online-Kursen, Studentenjobs, anderen Programmierkursen oder in Praktika. Wenn diese Dinge nun entscheidender für eine Einstellung sind, ist das Studium dann noch notwendig?

Ein Muss ist es nur für die wenigsten Unternehmen.

Diese haben in den Stellenausschreibungen oft Sätze stehen wie: “Studium oder Ausbildung im Bereich Informatik oder vergleichbare Ausbildung.” - Was ist nun mit vergleichbarer Ausbildung gemeint? Letztendlich möchte das IT-Team, welches neue Entwickler sucht, jemanden haben, der sich mit Code auskennt und ins Team passt. Ende. In vielen Fällen sind es auch nur Vorteile wie die gleiche Programmiersprache oder das passende Framework zu benutzen. Manche CTOs wollen auch solche Themen jedem Junior Entwickler beibringen, der bei ihnen anfängt. Solange man die Portion Neugier und Affinität für Technik mitbringt, ist man dann an der richtigen Adresse. Diese Thesen spiegeln sich auch in Umfragen zum Bildungsgrad von Softwareentwicklern wieder.

Educational Attainment

Auf dem Arbeitsmarkt wird es aber auch in der Programmierung Jobs geben, für die der Arbeitgeber immer einen Universitätsabschluss in einem technischen Bereich voraussetzt und bei denen es für beide Seiten so einfach besser ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Abschlüsse definitiv kein Muss sind. Die Relevanz auf dem Arbeitsmarkt nimmt ab. Insbesondere Bereiche wie die Softwareentwicklung sind offen für verschiedene Ausbildungsformen, solange man vom Handwerk etwas versteht.

Kann ich nun ohne Informatikstudium Programmierer werden?

Wir sagen: Klar! Wir sehen diese Fälle ständig!

Hier ein kleiner Artikel, in dem dieses Thema in 11 Schritte aufgelöst wird.

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