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World Web Development – von web1 bis web3!

World Web Development – von web1 bis web3!

06.05.2022 Smart Ninja

Das World Wide Web (WWW) gibt es nun schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Natürlich ist das Web heute ganz anders, als es in den 90ern war. Es entwickelt sich ständig weiter und wir verfolgen diese Entwicklung des Web Development mit den Bezeichnungen Web1 (die erste Iteration des Webs), Web2 (oder Web 2.0), die die aktuelle Iteration darstellt und Web3 – ein neues Konzept mit einer Reihe von Funktionen, die sich jetzt gerade beginnen durchzusetzen.

Was bedeuten all diese Versionen? Iterationen?

Jede neue Iteration des Webs bringt neue Funktionen mit sich, doch das bedeutet nicht, dass die vorherige „Version“ abgeschafft wird oder dass es sie nicht mehr gibt.

Auch wenn wir jetzt das sogenannte Web2 nutzen, werden immer noch Websites nach dem Prinzip des Web1 erstellt (und gehostet). Das Gleiche gilt für Web3 – auch wenn es die dominante Version des Webs werden wird, werden Web1 und Web2 immer noch existieren. Die Webseiten werden lediglich neue Funktionen von Web3 zu denen von Web1 und Web2 hinzufügen.

Wie zuvor erwähnt, Web1, Web2 und Web3 sind nicht drei eigene World Wide Webs, sondern jedes von ihnen bringt neue Tools, Funktionen und Konzepte für das existierende Netz mit sich. Schauen wir sie uns mal an.

Web1

Web1 ist die erste Version des World Wide Web. Es wurde von Tim Berners-Lee erschaffen, einem britischen Programmierer, der damals bei CERN in Genf gearbeitet hat.

Das Team definierte drei Basiselemente des World Wide Webs:

  1. HTML Programmiersprache, in denen die Webseiten geschrieben werden
  2. Webbrowser – ein Programm, mit dem wir Webseiten aufrufen können
  3. HTTP-Protokoll, mit dem Computer miteinander kommunizieren können

Beispiel für HTTP-Kommunikation: Wenn Sie einen Browser öffnen und smartninja.de eingeben, sendet Ihr Computer eine Anfrage (Request) an den Server von SmartNinja, der den HTML-Code zurücksendet, den der Computer dann im Browser in Form einer Webseite anzeigt.

Die Web1-Periode dauerte von 1991 bis 2004 an. Diese Periode wird durch die Tatsache gekennzeichnet, dass Webseitenbesitzer sie meist mit ihren eigenen Servern von zu Hause aus gehostet haben und nicht mit den Servern von Internetgiganten, wie es heute der Fall ist (mit der sogenannten Cloud, wie zum Beispiel die Google Cloud oder Amazon AWS).

Der Vorteil dieser Herangehensweise (eigenes Webhosting) war die größere Dezentralisation des Webs, aber andererseits waren die selbst gehosteten Websites insgesamt schlechter zugänglich.

Wenn es einen Stromausfall gegeben hat und der Websitebesitzer zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause war (um den Server neu zu starten), war die Webseite eventuell für einige Zeit unerreichbar.

Es war auch ein Problem, wenn die Website plötzlich sehr beliebt wurde und der Server nicht in der Lage war, so viel Verkehr zu bewältigen. Bevor der Programmierer den Server verbessern oder ihn mit einem besseren ersetzen konnte, könnte er in dieser Zeit viele Besucher verloren haben, weil seine Seite nicht erreichbar war.

Web1 wird also größtenteils von statischen Webseiten charakterisiert, was bedeutet, dass der Besucher meistens nur den Inhalt der Webseiten lesen konnte, aber nichts auf ihnen veröffentlichen oder in anderer Weise mit ihnen interagieren konnte.

Web2 (Web 2.0)

Das Web2 brachte uns dynamische Webseiten, die dem Nutzer ermöglichten, mehr damit zu interagieren.

Es ist also kein Wunder, dass soziale Netzwerke im Web2 entstanden sind. Die Nutzer konnten nun ihre eigenen Konten auf Web2-Seiten erstellen und Aufnahmen oder Blogs und Fotos veröffentlichen, Videoinhalte hochladen und sich sogar dafür entscheiden, sie zu einem späteren Zeitpunkt freizuschalten, ohne Programmierer zu sein.

Mit dem Web2, ist das Internet viel dynamischer und interessanter geworden. Statt Webseitenbesitzern wurden die Inhalte durch die Nutzer selbst gepostet.

Gleichzeitig wird diese Zeit allerdings auch von größerer Zentralisation des World Wide Webs in den Händen von einigen Technologieunternehmen gekennzeichnet, die jetzt zu den Größten der Welt zählen (Facebook, Google, Microsoft, Amazon etc.).

Da das neue, dynamische World Wide Web den Nutzern erlaubte, Fotos, Videos und andere riesige Dateien zu teilen (und da sich gleichzeitig die Zahl der Internetnutzer drastisch vervielfachte), wurde es immer schwerer, Webseiten von zu Hause aus zu hosten.

Der Webseitenbesitzer brauchte nicht nur einen besseren Server – meistens war ein einziger Server nicht mehr genug, zumindest nicht für eine beliebte Seite mit viel visuellem Inhalt.

Statt die Webseiten von zu Hause aus zu hosten, wichen die Web Entwickler auf Hosting bei großen, darauf spezialisierten Anbietern aus – zum Beispiel auf die „Cloud“. Die größten Anbieter von „Clouddiensten“ sind Amazon (AWS), Microsoft (Azure) und Google (Google Cloud).

Bei diesen Anbietern kann man als Web Entwickler mit nur wenigen Klicks einen Server für eine Webseite mieten und man darf die Kapazität der Seite sogar je nach Bedarf dynamisch verändern.

Wenn also eines Tages eine große Zahl von Besuchern Ihre Webseite besucht, werden automatisch neue Server angeschaltet und der Verkehr wird auf diese Server verteilt.

Allerdings wird die Zahl der Server, die Ihrer Webseite zugewiesen sind, auch automatisch reduziert, wenn der Verkehr wieder weniger wird. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Webseite jederzeit für Besucher erreichbar ist.

Web3

Trotz der Vorteile, die das Web2 Webseitenbesitzern verschafft hat (einfacheres und flexibleres Hosting), brachte es auch einige Nachteile mit sich. Genauer gesagt, eine stärkere Zentralisierung des Webs.

Da die große Mehrheit der Websites in der Cloud von Technologiegiganten gehostet wird, liegt ihr Schicksal in deren Händen.

Wenn diesen Unternehmen eine Webseite nicht gefällt, können sie sie ganz einfach abschalten und den Besitzer auffordern, sie bei einem anderen Anbieter hosten zu lassen.

Web2-Websites sind jedoch auch den technischen Problemen dieser großen Hosting-Anbieter ausgesetzt. Vor nicht allzu langer Zeit waren einige Webseiten wegen technischen Problemen bei Amazon AWS nicht erreichbar, darunter Twitch, Reddit, Twitter, Hulu, HBO Max, Shopify und natürlich der Amazon Onlineshop.

Zentralisation ist nicht nur ein Problem der Serverlevel oder des Serverhostings. Die Zentralisierung des Webs spiegelt sich auch am Level der Webseiten selbst wider.

Der Web Entwickler und Besitzer der Webseite kann das Konto eines Nutzers ganz einfach löschen oder die Daten, Veröffentlichungen und andere Inhalte des Nutzers in den Datenbanken dieser Webanwendung verändern. Und dies ist ein Problem, das Web3 löst.

Das Web3 gibt den Nutzern die Kontrolle über ihre eigenen Daten und ihre Inhalte.

Das erste Beispiel dafür sind finanzielle Daten, da diese zu den vertraulichsten Daten gehören.

Wenn Sie einen Web2-Bezahlservice nutzen (wie PayPal), vertrauen Sie Ihr Geld vollkommen diesem Unternehmen an. PayPal kann Ihr Geld jederzeit einfrieren, konfiszieren oder sogar Ihr Konto auflösen, sodass Ihnen als Nutzer nur ein langer Weg über den Kundensupport oder sogar vor Gericht bleibt.

Kontroverserweise haben Sie Ihre Ressourcen (und Ihre Daten) im Web3 immer unter Kontrolle. Die Daten werden in einer Datenbank namens Blockchain gespeichert, die nicht von einer Person oder einem Unternehmen kontrolliert wird, sondern dezentralisiert ist. Das bedeutet, dass niemand diese Datenbank willkürlich (außerhalb der im Coding programmierten Regeln) verändern kann.

Das Web3-Konto kann von jedem eröffnet werden und es kann von niemandem aufgelöst werden, und das Geld auf diesem Konto untersteht der vollkommenen Kontrolle des Kontoinhabers. All das wird durch Kryptografie möglich gemacht, deshalb wird der Begriff „Kryptowährung“ für diese Zwecke verwendet. Allerdings bietet das Web3 noch so viel mehr als nur den Umgang mit Geld.

Das Web3 erlaubt Ihnen außerdem, andere Arten von Daten, wie Bilder und Videos, in dezentralisierten Systemen wie IPFS und Arweave zu speichern.

Es zeichnen sich jedoch erste Ansätze einer Infrastruktur ab, die dezentralisierte soziale Netzwerke ermöglichen wird, bei denen die Nutzer (im Gegensatz zu Web2) die Kontrolle über ihre Daten haben und nicht der Technologiegigant à la Facebook oder Google.

Stellen Sie sich ein Web vor, in dem Sie sich auf jeder Webseite mit einem Konto anmelden könnten (das komplett unter Ihrer Kontrolle steht). Nirgendwo wird Ihnen mehr verwehrt werden, eine Webseite zu nutzen, weil Sie sich nicht im „richtigen“ Land (z.B. USA) befinden. Niemand kann Ihr Konto löschen oder einfrieren. Sie brauchen keine Passwörter mehr. Und Sie haben die volle Kontrolle über Ihre Daten und Ressourcen.

Willkommen im Web3!

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